Tarifvertrag hessen entgeltgruppe 8

Lehrer fallen je nach Schultyp in Gehaltsgruppen, unabhängig davon, ob sie in einer staatlichen oder privaten Schule und ihrem Fachgebiet arbeiten. Lehrer an staatlichen Schulen werden in “Lohnstufen A12 bis A16” eingeteilt, da die überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland an staatlichen Schulen beschäftigt ist, basieren die meisten Verdienstzahlen auf diesen “Lohnnoten”. Wer an einer Schule beschäftigt ist, kann sein Gehalt jedoch in den “Lohnbändern” im Tarifvertrag der Bundesländer (mit unterschiedlichen Regelungen in Berlin und Hessen) überprüfen. Während die meisten Öffnungsklauseln für alle Unternehmen und Arbeitnehmer gelten, die unter Branchentarifverträge fallen, gibt es auch Öffnungsklauseln, die auf bestimmte Gruppen beschränkt sind. Zwei Arten von gruppenbezogenen Öffnungsklauseln lassen sich unterscheiden: Nach der aktuellen öffentlichen Debatte scheint das deutsche Tarifsystem jedoch immer altmodischer zu wirken. Grundlegende Veränderungen im wirtschaftlichen und politischen Umfeld setzen das System zunehmend unter Druck: Die meisten Sozialpartnerorganisationen bevorzugen ein Mittel zur Modernisierung der Tarifverhandlungen auf Branchenebene, das dem Weg der “regulierten Dezentralisierung” folgt. Die Anwendung von “Öffnungsklauseln” und anderen Bestimmungen zur Differenzierung in Branchentarifverträgen ist zum prominentesten Instrument dieser Art geworden. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaft und Sozialwissenschaften (WSI), das 40 Haupttarifbereiche in Deutschland abdeckt, wurden in den letzten Jahren immer mehr Öffnungsklauseln (“Deregulierung, Differenzierung und Dezentralisierung des Flächentarifes”) abgeschlossen. Eine Bestandsaufnahme neuer Entwicklungstendenzen in der Tarifpolitik”, Reinhard Bispinck, in: WSI-Mitteilungen Nr. 8 (1997)). Schließlich enthalten viele Tarifverträge (z. B. im Bank-, Druck- und Metallbau) eine Öffnungsklausel für eine zeitlich begrenzte Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.

Diese Öffnungsklauseln sind immer mit dem Ziel der Sicherung von Arbeitsplätzen verbunden. So ist beispielsweise eine Bankgesellschaft in der Lage, ihre Wochenarbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum von 39 auf 31 Stunden ohne Lohnausgleich zu reduzieren, und muss im Gegenzug während der Dauer, in der die Öffnungsklausel in Anspruch ist, auf Entlassungen verzichten. Wie bei Grundschullehrern wird auch die Mehrheit der Lehrer an weiterführenden Schulen in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. Lehrer an weiterführenden Schulen sind oft mit schwierigen Unterrichtssituationen konfrontiert. Auch ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt, da es an den weiterführenden Schulen weniger Management- und Koordinationsstellen gibt. Anders sieht es bei den Berufsschullehrern aus: Sie gehören in der Regel der Gehaltsgruppe A13 an und haben tendenziell mehr Chancen, eine Führungsposition zu übernehmen und damit mehr Geld zu verdienen. Verbände und Gewerkschaften arbeiten daher daran, die Gehälter der Lehrer an allen Schularten in A13 zusammenzuführen. In Schleswig-Holstein haben sie bereits erste Fortschritte gemacht: Bewirbt sich ein Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen um eine Arbeit, werden sie in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. In Schleswig-Holstein würden sie jedoch in der Gehaltsgruppe A13 liegen.

Ein Lehrer, der an einer staatlichen Sekundarschule in Kiel in den Beruf einsteigt, verdient 3.806 Euro im Monat, in Düsseldorf 3.459 Euro.

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